28.09.-07.10.2010 Bereits im Mai jährte sich der Schüleraustausch mit dem Pariser Collège Georges Braque im 13. Arrondissement nun schon zum zehnten Mal! Am 28.09. machten sich 27 Schülerinnen und Schüler der Ado gemeinsam mit Frau Demeyere und Herrn Preuß per Eisenbahn auf den Weg nach Paris. Dass der Zug zunächst ausfiel und erst eine Stunde später ein neuer bereitgestellt wurde, trübte die Freude auf zehn gemeinsame ereignis- und projektreiche Tage zunächst kaum. Als die Schar der Aufrechten dann aber in Mannheim einen dreistündigen Zwischenaufenthalt in Kauf nehmen musste, weil eine Bahnangestellte den Anschlusszug abfahren ließ, obwohl alle bereits auf dem Bahnsteig neben dem Zug standen, konnte die Stimmung nur noch durch kostenlose Gutscheine für Produkte einer wohlgelittenen Schnellrestaurantkette gerettet werden. Über einen weiteren Zwischenaufenthalt in Saarbrücken nebst opulenter Gummibärchenspende eines dortigen Schaffners strebten die Neuköllner Austauschlinge endlich Paris entgegen. Gegen halb elf traf die Gruppe müde, zufrieden und stolz am Collège Georges Braque ein, wo die Pariser Gastschüler und –eltern bereits geduldig warteten. Es gab einen wunderbar herzlichen Empfang und sogar spontanen Beifall seitens der französischen Schüler und ihrer Eltern. Das ging gut los! – im wahrsten Sinne des Wortes. Und es wurde noch viel besser... Allein das Stadtbesichtigungsprogramm ließ auch das ehrgeizigste japanische Touristenprogramm dagegen aussehen wie einen lustlosen Ausflug: Sainte Chapelle, Notre Dame, Ile de la Cité, das Marais-Viertel, Versailles, Orangerie, Louvre, Musée Branly, Tour Eiffel, Jardin du Luxembourg, Tuilerien und Montmartre! In ihrer Freizeit unternahmen unsere Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit ihren Gastfamilien weitere Ausflüge, besichtigten z.B. die Katakomben, den Arc de Triomphe, besuchten im Stade de France ein Rugbyspiel oder fuhren am Wochenende gar auf einen Bauernhof. Viele waren auch in der Nuit blanche –der Weißen Nacht - unterwegs, dem Pariser Pendant zur Langen Nacht der Museen in Berlin. Es war eine herrlich milde T-Shirt-Nacht und ganz Paris schien sich selbst in die milde Luft ausgesetzt zu haben. Überall Menschen, Musik, Lichterspiele, illuminierte Schiffe auf der Seine; die Straßen eine schier unendliche Kette aufgereihter Cafés und Restaurants. Wer jetzt denkt, dass die Köpfe der Schülerinnen und Schüler nur so geschwirrt hätten vor lauter Eindrücken, hat so Unrecht nicht. Wer allerdings daran zweifelt, dass solch eine Erlebnisfülle überhaupt gefasst werden könne, muss an dieser Stelle enttäuscht werden: Jeden Morgen traf sich die Gruppe Punkt acht Uhr im CDI des Collège, der schuleigenen Bibliothek. Dort wurde das bereits organisierte Tagesprogramm besprochen. Jede Schülerin und jeder Schüler legte ein eigenes Heft an, in dem die wichtigsten Ereignisse in Tagebuch- und Collageform aufgezeichnet wurden – und zwar in französischer Sprache! In Erinnerung wird wohl allen der in einem kleinen Park vergessene Rucksack einer unserer Schülerin bleiben. Als der Verlust bemerkt wurde, war es bereits zu spät. Ein gründliches Absuchen des kleinen Parks, in dem sich alle zu einem gemeinsamen Picknick niedergelassen hatten, blieb erfolglos. Alles Taschengeld befand sich in dem Rucksack, Ausweis und Krankenkarte ebenfalls. Die Schülerinnen und Schüler organisierten spontan eine Sammlung und überreichten der unglücklichen Schülerin wenig später einen stattlichen Taschengeldbetrag von fast 40 €. Alle hatten sich mit dem unwiderbringlichen Verlust des Rucksacks abgefunden. Bei der Rückkehr zum Collège jedoch die Sensation: Ein Polizeibeamter hatte bereits im Collège angerufen und den Fund des Rucksacks gemeldet. Die Gastmutter befand sich bereits auf dem Weg zum Polizeirevier, um das corpus amissum repertumque abzuholen. Das Beste: Alles Geld, Ausweis und Krankenkarte befanden sich noch darin! Das gesammelte Geld floss in die gemeinsame Kasse und kam schließlich einem gemeinsamen Cafébesuch zugute. Die cahiers, in dem die Schülerinnen und Schüler ihre Erlebnisse und Eindrücke festhielten, waren jedoch nicht das einzige Projekt. Am Wochenende war jeder Schüler und jede Schülerin mit einem eigenständigen Fotoprojekt befasst. Es galt, ein fotografisches Portrait der eigenen Gastfamilie vorzubereiten und zu inszenieren. Mit den Ergebnissen dieser Projekte wird die Ado übrigens einen Beitrag zum ehrgeizigen Comenius-Projekt leisten, an dem neben der Ado auch das Collège Georges Braque, eine spanische sowie eine britische Schule teilnehmen. Gemeinsam mit den französischen Gastschülern, ihren Begleitlehrern und deren französischen Kolleginnen, Herrn Freese und M. Pateyron, dem Direktor des Collège, besuchten die Ado-Schüler das Rathaus des 13. Arrondissements, in das die Bezirksbürgermeisterin zu einem Empfang eingeladen hatte. Erbauliche Reden wurden gehalten, „Freude schöner Götterfunken" wurde gemeinsam geträllert und von den Leckereien eines kleinen Imbisses blieben nur ein paar Krümel übrig. Für die journé commune – den gemeinsamen Tag – hatte Madame Blanc, die Kunstlehrerin des Collège, ein Fotoprojekt in den Tuilerien organisiert. Französische und deutsche Schüler versuchten sich erfolgreich in der Kunst fotografisch-optischer Täuschungen. Alle Fotos wurden schließlich während der Abschlussfeier im Collège ausgestellt und die besten drei Fotos wurden prämiert. Leider hieß es am Tag nach der Abschlussfeier schon wieder Abschied nehmen. Am Morgen des siebten Oktober traten die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit ihren Lehrern die Rückreise an. Trotz der sich anbahnenden Streikwelle, die wenige Tage darauf ganz Frankreich erfassen sollte, verlief die Rückreise problemlos. Beim Umsteigen in Frankfurt wurde – kleine ironische Kreuzung – Herr Sarrazin gesichtet. Begleitet von einem Kameramann erstand Herr Sarrazin am Bahnhofsimbiss einen imperialen Kaffeepappbecher und bestieg schließlich einen ICE auf dem gegenüberliegenden Bahnsteig. Gern hätte man ihn in ein Gespräch verwickelt und ihm die Wörter Integration und Bildung auf Ado-Weise vorbuchstabiert. Doch hier in Frankfurt trennten sich die Wege Herr Sarrazins und die der Ado-Schülerinnen und –Schüler wohl für immer.
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Vom 3. -11. Mai 2010 sind unsere französischen Austauschschüler bei Schülern der ADO untergebracht. In diesem Jahr feiern wir das 10-jährige Bestehen dieser Partnerschaft mit Paris und dem Collège Georges Braque. Schüler/innen der 7.-9. Klassen erhalten alljährlich die Gelegenheit, an dem Austausch mit dem College im 13. Arrondissement teilzunehmen.
Die französischen Schüler und Schülerinnen besuchen uns jeweils im Mai, wir fahren dann im Oktober nach Paris. Inzwischen muss unter den Bewerbern auf beiden Seiten für den Austausch ausgelost werden, da die Höchstteilnehmerzahl auf 30 Schüler/innen auf jeder Seite beschränkt ist.
Unterrichtsbesuche und gemeinsame (bereits preisgekrönte!) deutsch-französische Projekte, wie z.B. die Erarbeitung einer (Foto-)Ausstellung, stehen ebenso auf dem Programm wie klassische Sehenswürdigkeiten, z.B. der Eiffelturm, die Notre-Dame, der Louvre, das Musée Branly oder das Schloss von Versailles. Gemeinsam arbeiten die französischen und deutschen Schüler/innen eines Jahrgangs jeweils an einem speziellen Thema: z.B. Was unternehmen europäische Hauptstädte zum Schutz der Umwelt? oder wie im Jahr 2009: Welche Rolle spielt „Wasser" in einer Großstadt? Diese Projekt bilden immer den Ausgangspunkt für die Teilnahme an einem Wettbewerb.
Durch ihren Aufenthalt in den Gastfamilien lernen unsere Schüler/innen nicht nur das französische Schulsystem, sondern auch das Alltagsleben, die Essgewohnheiten und das Freizeitverhalten unserer Nachbarn kennen. Im Mittelpunkt aller Aktivitäten stehen also zum einen die Förderung der Sprechfertigkeit in der jeweiligen Fremdsprache und zum anderen das Eintauchen in eine etwas andere Kultur und das Sich-Darin-Zurechtfinden – 10 Tage lang.
Frankreich 2009
Schon seit 9 Jahren hat die ado hat eine feste Partnerschule in Paris. Schüler/innen der 7.-9. Klassen erhalten alljährlich die Gelegenheit, an dem Austausch mit dem College Georges Braque im 13. Arrondissement teilzunehmen.
Die französischen Schüler und Schülerinnen besuchen uns jeweils im Mai, wir fahren dann im Oktober nach Paris.
Inzwischen muss unter den Bewerbern auf beiden Seiten für den Austausch ausgelost werden, da die Höchstteilnehmerzahl auf 30 Schüler/innen auf jeder Seite beschränkt ist.
Unterrichtsbesuche und gemeinsame (bereits preisgekrönte!) deutsch-französische Projekte, wie z.B. die Erarbeitung einer Ausstellung, stehen ebenso auf dem Programm wie klassische Sehens-würdigkeiten, z.B. der Eiffelturm, die Notre-Dame, der Louvre, das Musée Branly oder das Schloss von Versailles. Gemeinsam arbeiten die französischen und deutschen Schüler/innen eines Jahrgangs jeweils an einem speziellen Thema: z.B. Was unternehmen europäische Hauptstädte zum Schutz der Umwelt? oder wie im laufenden Jahr 2009: Welche Rolle spielt „Wasser“ in einer Großstadt? Diese Projekt bilden immer den Ausgangspunkt für die Teilnahme an einem Wettbewerb.
Durch ihren Aufenthalt in den Gastfamilien lernen unsere Schüler/innen nicht nur das französische Schulsystem, sondern auch das Alltagsleben, die Essgewohnheiten und das Freizeitverhalten unserer Nachbarn kennen. Im Mittelpunkt aller Aktivitäten stehen also zum einen die Förderung der Sprechfertigkeit in der jeweiligen Fremdsprache und zum anderen das Eintauchen in eine etwas andere Kultur und das Sich-Darin-Zurechtfinden – 10 Tage lang.