Neukölln - Clichy-sous-Bois
Was verbindet den Berliner Stadtteil Neukölln mit dem Pariser Vorort Clichy-sous-Bois? In beiden ist der Anteil an Ausländer sehr hoch. Besonders Clichy ist in den Medien durch heftige Unruhen 2005 bekannt geworden.
Nun führt unsere Schule mit einem Collège  Lycée aus Clichy-sous-Bois ein Theaterprojekt durch. Das Ziel ist es, dass sowohl die französischen wie auch die deutschen Jugendlichen einen Blick in einen anderen „Problembezirk" bekommen.
Gefördert durch das Deutsch-Französisches Jugendhilfswerk treffen sich die beiden Jugendgruppen im Mai in Berlin und im September in Clichy. Der Grundkurs Französisch des 2.Semesters von Frau Gössler hat letzten Dienstag voller Erwartung die Franzosen empfangen. Die zuerst schüchternden Blicke beiderseits sind schnell verflogen und besonders am Abend beim gemeinsamen Essen in der Europäischen Akademie im Grunewald herrschte großes Gesprächsinteresse und es wurden schon fleißig Erinnerungsfotos geschossen. Auch der frühere Schüler des Albrecht-Dürer-Gymnasiums und ehemaliges Mitglied des Bundestages, Ditmar Staffelt, genoss an diesem Abend die freundschaftliche Atmosphäre unter den Jugendlichen. Als einer von vielen Sponsoren, die Frau Gössler kontaktiert hatte, wurde die EADS, wo Herr Staffelt heute arbeitet, mit herangezogen.

Am nächsten Tag begann die Arbeit an dem Theaterstück „Trois versions de la vie" von Yasmina Reza, einer der gefragtesten französischen Schriftstellerin der Gegenwart. Die Aufgabe ist es, eine kurze Szene auswendig in der Fremdsprache vorzuspielen. Das Stück handelt von Henri, einem Astrophysiker, und seiner jungen Familie. Diese Familie bekommt unerwarteten Besuch von Henris' Chef und dessen Frau. Das Stück, in dem nur vier Charakteren mitspielen, zeigt die gleiche Handlung in drei Versionen: Henris in dreijähriger Forschungsarbeit entstandener Artikel ist durch einen zuvor erschienenen Artikel zum Scheitern verurteilt. Der daraus entstehende Konflikt spitzt sich in jeder Version schärfer zu. Als Endergebnis unseres Projektes sollen in Paris die erarbeiteten Szenen öffentlich, in Anwesenheit von Yasmina Reza, vorgestellt werden. Am Abend ging es noch in die Bergmannstraße in Kreuzberg, und es wurde noch intensiv miteinander geredet.
Der Donnerstag beginnt mit einer Schreckensnachricht: Einer der Franzosen ist nach dem Besuch im Pergamonmuseum von der Gruppe abgekommen. Nachdem der Franzose auch nach einer halben Stunde nicht gefunden worden ist, ist die Gruppe schon zum Weiterarbeiten am Projekt in die ADO gefahren und die Polizei wurde alarmiert. Die französische Deutschlehrerin, Madame Selge, hat den Jungen erst um 22:00 Uhr völlig verzweifelt wiedergefunden.
Am Abschlusstag, dem Freitag, wurden die bisherigen Ergebnisse vorgetragen. Obwohl es noch einige Mängel beim Schauspielern gab, konnten sich schon viele Szenen sehen lassen und der Humor kam auch nicht zu kurz.
Nach einer kurzen Woche, in der man wieder viel Neues gelernt und nette Leute getroffen hat, ist der Abschied schwer gefallen. Doch im September fahren die ADO'ler nach Paris und werden dort dieses wunderschöne Projekt weiterführen: Wieder ein tolles Ausrufezeichen in der deutsch-französischen Zusammenarbeit unsere Schule!

Was verbindet den Berliner Stadtteil Neukölln mit dem Pariser Vorort Clichy-sous-Bois? In beiden ist der Anteil an Ausländer sehr hoch. Besonders Clichy ist in den Medien durch heftige Unruhen 2005 bekannt geworden.

Nun führt unsere Schule mit einem Collège à Lycée aus Clichy-sous-Bois ein Theaterprojekt durch. Das Ziel ist es, dass sowohl die französischen wie auch die deutschen Jugendlichen einen Blick in einen anderen „Problembezirk“ bekommen.

Gefördert durch das Deutsch-Französisches Jugendhilfswerk treffen sich die beiden Jugendgruppen im Mai in Berlin und im September in Clichy. Der Grundkurs Französisch des 2.Semesters von Frau Gössler hat letzten Dienstag voller Erwartung die Franzosen empfangen. Die zuerst schüchternden Blicke beiderseits sind schnell verflogen und besonders am Abend beim gemeinsamen Essen in der Europäischen Akademie im Grunewald herrschte großes Gesprächsinteresse und es wurden schon fleißig Erinnerungsfotos geschossen. Auch der frühere Schüler des Albrecht-Dürer-Gymnasiums und ehemaliges Mitglied des Bundestages, Ditmar Staffelt, genoss an diesem Abend die freundschaftliche Atmosphäre unter den Jugendlichen. Als einer von vielen Sponsoren, die Frau Gössler kontaktiert hatte, wurde die EADS, wo Herr Staffelt heute arbeitet, mit herangezogen.

Am nächsten Tag begann die Arbeit an dem Theaterstück „Trois versions de la vie“ von Yasmina Reza, einer der gefragtesten französischen Schriftstellerin der Gegenwart. Die Aufgabe ist es, eine kurze Szene auswendig in der Fremdsprache vorzuspielen. Das Stück handelt von Henri, einem Astrophysiker, und seiner jungen Familie. Diese Familie bekommt unerwarteten Besuch von Henris Chef und dessen Frau. Das Stück, in dem nur vier Charakteren mitspielen, zeigt die gleiche Handlung in drei Versionen: Henris in dreijähriger  Forschungsarbeit entstandener Artikel ist durch einen zuvor erschienenen Artikel zum Scheitern verurteilt. Der daraus entstehende Konflikt spitzt sich in jeder Version schärfer zu. Als Endergebnis unseres Projektes sollen in Paris die erarbeiteten Szenen öffentlich, in Anwesenheit von Yasmina Reza, vorgestellt werden. Am Abend ging es noch in die Bergmannstraße in Kreuzberg, und es wurde noch intensiv miteinander geredet.

Der Donnerstag beginnt mit einer Schreckensnachricht: Einer der Franzosen ist nach dem Besuch im Pergamonmuseum von der Gruppe abgekommen. Nachdem der Franzose auch nach einer halben Stunde nicht gefunden worden ist, ist die Gruppe schon zum Weiterarbeiten am Projekt in die ADO gefahren und die Polizei wurde alarmiert. Die französische Deutschlehrerin, Madame Selge, hat den Jungen erst um 22:00 Uhr völlig verzweifelt wiedergefunden.

Am Abschlusstag, dem Freitag, wurden die bisherigen Ergebnisse vorgetragen. Obwohl es noch einige Mängel beim Schauspielern gab, konnten sich schon viele Szenen sehen lassen und der Humor kam auch nicht zu kurz.

Nach einer kurzen Woche, in der man wieder viel Neues gelernt und nette Leute getroffen hat, ist der Abschied schwer gefallen. Doch im September fahren die ADO’ler nach Paris und werden dort dieses wunderschöne Projekt weiterführen: Wieder ein tolles Ausrufezeichen in der deutsch-französischen Zusammenarbeit unsere Schule!

 

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