adorino
adorino überlegt
Sonntag, den 20. März 2011 um 21:36 Uhr

wie lässt sich anfallender atommüll für die nächste eine million jahre sicher lagern? so vernommen aus dem munde des sprechers einer sendung über das endlager gorleben. offenbart die formulierung einer solchen frage nicht bereits die antwort?

 
adorino fragt sich ...
Donnerstag, den 03. März 2011 um 17:18 Uhr

...was es bedeutet, wenn eine (zumindest dem eigenen anspruch nach) qualitätszeitung schreibt, dass  lediglich 15 % der schüler an der ado deutsche eltern hätten. das klingt nach ausländerschule, nach 85 % kindern, die keine deutschen eltern hätten, das klingt nach orient, nach "südländischer typ", nach berliner bronx.

mal abgesehen davon, dass die zahl so nicht stimmt, was man bei der hochoffiziellen senatsseite, die die schulen porträtiert, nachsehen kann: von den implizierten 85 % dürften zwei drittel die deutsche staatsangehörigkeit besitzen. aber die alte völkische sprachregelung, nach der ein deutscher ein blutsdeutscher ist und sein muss, ist nicht totzukriegen. eine schreckliche vereinfachung, deren getreues spiegelbild in der integrationsfeindlichen betonung der ethnischen herkunft als identitätsstiftendes moment liegt. ein deutscher staatsbürger hat rechte und pflichten wie alle anderen deutschen staatsbürger, egal wie er aussieht, egal, ob er platt, sächsisch, bayrisch oder kiezdeutsch spricht. dass die teilnahme am gesellschaftlichen leben die kenntnis und den gebrauch der verkehrssprache voraussetzt, ist freilich kaum zu bestreiten.

eine einwanderergesellschaft ist mobil, sie arbeitet fortwährend an ihrem  profil und wer ein deutscher ist, muss nicht auf vorfahren verweisen können, die aus den ur-sümpfen altgermaniens kamen.

es stünde einer qualitätszeitung doch gut an, wenn sie differenzieren würde. wie sagt es lichtenberg, den adorino nicht immer versteht, den er aber trotzdem liest? "WO DAS AUGE UNDEUTLICH SIEHT, IST SCHON EINE ART VON TOD, WO KEIN DEUTLICHES BILD IST, IST KEINE VORSTELLUNG."

 
adorino grübelt
Sonntag, den 20. Februar 2011 um 18:32 Uhr

adorino wiegt sein schweres haupt und wundert sich. ein mensch schreibt eine doktorarbeit und erklärt mit unterschrift, er habe seine ausführungen selbständig verfasst. dann kommt ihm jemand drauf, dass er wortwörtlich passagen aus artikeln anderer autoren übernommen hat, ohne sie zu kennzeichnen. so etwas nennt der jurist plagiat oder geistigen diebstahl; an der schule nennen sie es täuschung und quittieren es mit einer sechs. es hat schon schüler gegeben, die deswegen durchs abitur gefallen sind. die öffentlichkeit ist zur zeit noch erstaunlich gelassen, was den betrug von seiten einer herausgehobenen persönlichkeit angeht. quod licet jovi non licet bovi, vom rhinozeros zu schweigen?

für eine nachwachsende generation ist das signal, das von der lockerheit im verwerten allgemein zugänglicher quellen ausgeht, fatal oder? oder sind wir alle brechtianer, die im umgang mit fremdem geistigen eigentum  immer schon lax (schreibt man das so? wo kommt das wort her?) gewesen sind? fragen über fragen, zu schwer für ein an sich schon zu schweres nashornhaupt.

 
Ein Rhinozeros von mäßigem Verstand !
Freitag, den 10. Dezember 2010 um 11:17 Uhr
adorino grübelt, warum sie ihm das "h" im namen gestrichen haben und wehrt sich durch konsequenten gebrauch von minuskeln (jawohl, minuskeln!).


 


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